Die Roche du Diable ist ein Felsvorsprung aus rosafarbenem Sandstein auf etwa 1 000 m Höhe an der D417 zwischen Xonrupt-Longemer und dem Col de la Schlucht. Von hier bietet sich ein tiefer Blick über das Seental und die Haute Vologne. Wenige Gehminuten vom Straßenrand entfernt. Ab La Bresse: 35 Minuten über Gérardmer.

Der Ort und das Panorama

Die Roche du Diable ist ein Vorsprung aus rosafarbenem Sandstein, der das Haute-Vologne-Tal überragt, das im Volksmund auch “Seental” genannt wird, weil es drei Seen glazialen Ursprungs beherbergt. Vom Aussichtspunkt aus blickt man direkt auf den See Retournemer, der rund 100 Meter tiefer auf 780 m Höhe liegt. Weiter unten im Tal erstreckt sich der See Longemer auf 732 m. Bei klarem Wetter schließen die Kämme des Hohneck und des Tanet den Horizont im Nordwesten ab.

Der Fels wird von einem Tunnel durchbohrt, der zwischen 1858 und 1869 direkt in den rosa Sandstein gehauen wurde, als Napoleon III. die Kaiserstraße zwischen Gérardmer und Munster anlegen ließ. Durch diesen engen Tunnel zu treten und dann unvermittelt auf einen weiten Blick über das Tal zu stoßen, gehört zu den eindrucksvollsten Momenten auf der Vogesenstraße.

Die Umgebung ist bewaldet und selbst im Sommer dank der Höhenlage angenehm kühl. Der Kontrast zwischen der Dunkelheit des Tunnels und dem plötzlich aufgehenden Licht über dem Tal macht diesen Ort zu einem der unvergesslichsten Haltepunkte auf der Vogesenroute.

Die Teufelssage

Der Vogesensage nach hatte der Teufel seinen Sitz auf dem Gipfel dieses Felspfeilers und empfing dort die Hexen aus den umliegenden Dörfern zu ihren nächtlichen Zusammenkünften. Die Feste sollen dort stattgefunden haben, wo heute der glaziale See Retournemer liegt, der erst viel später durch die schmelzenden Gletscher am Ende der letzten Eiszeit entstand.

Der durch den Fels geschlagene Tunnel verstärkte nur noch den geheimnisvollen Ruf des Ortes: Die Talleute sahen in dem künstlichen Durchgang einen neuen Streich des Bösen, der den Tunnel angeblich selbst gegraben haben soll, um seine Wege zu erleichtern.

Anfahrt und praktische Informationen

Ab La Bresse (ca. 35 Minuten): Richtung Cornimont, dann Gérardmer über die D486. In Gérardmer die D417 Richtung Xonrupt-Longemer nehmen, dann weiter in Richtung Col de la Schlucht. Die Roche du Diable ist auf halbem Weg zwischen Xonrupt-Longemer und dem Pass auf der rechten Seite ausgeschildert.

Ab Gérardmer (ca. 15 Minuten): D417 Richtung Xonrupt-Longemer folgen, durch das Dorf fahren und weiter zum Col de la Schlucht aufsteigen.

Parken: Einige Parkplätze am Straßenrand der D417 direkt am Standort. Sehr begrenzte Kapazität. In der Hochsaison (Juli-August) vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr ankommen.

Zugang: Frei zugänglich, das ganze Jahr über. Im Winter kann die Straße oberhalb von Xonrupt-Longemer verschneit und der Aussichtspunkt eisig sein: Vorsicht geboten. Winterreifen oder Schneeketten können erforderlich sein.

Dauer: 5 bis 10 Minuten zum Aussichtspunkt, 20 bis 30 Minuten für die kurze Runde (Tunnel eingeschlossen). Die große Schleife mit zwei Wasserfällen dauert 3 bis 4 Stunden und erfordert gutes Wanderschuhwerk.

Schwierigkeitsgrad kurze Runde: einfach, für Familien ab 5-6 Jahren geeignet.

Schwierigkeitsgrad große Schleife: schwierig, 294 m Höhenunterschied, steile Abschnitte, nicht für Kleinkinder geeignet.

Kombination mit anderen Ausflugszielen

Der Ort eignet sich gut für einen halben Tag mit angrenzenden Zielen:

Saut des Cuves (8 km bergab): Auf dem Rückweg nach Gérardmer über die D417 ist die Saut des Cuves der naheliegende nächste Stop. Die Vologne stürzt dort über Granitblöcke in einer Waldlandschaft; freier Eintritt.

Lac de Longemer (6 km): Am Fuß des Aufstiegs bietet der Lac de Longemer einen Strand und im Sommer eine Badegelegenheit in einer der schönsten Naturkulissen der Vogesen.

Sentier des Roches (Elsässer Seite): Fans von felsigen Aussichtspunkten schätzen auch den Sentier des Roches auf der anderen Seite des Massivs, mit Blick über die Elsässer Ebene.

Col de la Schlucht und Hohneck: Über die D417 weiter aufsteigend erreicht man die Routen zum Hohneck und zum Naturschutzgebiet Tanet-Gazon du Faing.

Chalets in La Bresse: Unsere Chalets in La Bresse bringen Sie mitten ins Herz der Hautes-Vosges, in bequemer Fahrentfernung zur Roche du Diable, den Seen und dem Col de la Schlucht.

Praktische Hinweise vor der Abreise

  • Freier Eintritt, keine Kasse
  • Keine Einrichtungen vor Ort (keine Toiletten, keine Gastronomie)
  • Das nächste Café-Restaurant befindet sich in Xonrupt-Longemer, etwa 6 km entfernt
  • Hunde an der Leine erlaubt
  • Für das beste Licht auf den Seen im Tal: früh morgens oder am späten Nachmittag

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Aufstieg zum Aussichtspunkt?

Vom Straßenrand aus erreicht man den Aussichtspunkt in 5 bis 10 Minuten zu Fuß. Die kurze Runde um den Fels, durch den Tunnel und zum Aussichtspunkt, dauert 20 bis 30 Minuten. Die große Schleife mit zwei Wasserfällen erfordert 3 bis 4 Stunden.

Wie schwierig ist die Wanderung?

Der kurze Weg zum Aussichtspunkt ist einfach und für Familien mit Kindern ab 5-6 Jahren geeignet. Die große Schleife ist als schwierig eingestuft, mit steilen Abschnitten, und nicht für Kleinkinder geeignet.

Wo kann man bei der Roche du Diable parken?

Es gibt einige Parkplätze am Straßenrand der D417, auf halbem Weg zwischen Xonrupt-Longemer und dem Col de la Schlucht. Die Kapazität ist begrenzt: in der Saison früh ankommen. Ab La Bresse: ca. 35 Minuten über Cornimont und Gérardmer.

Ist die Roche du Diable für Kinder geeignet?

Ja, für den kurzen Weg zum Aussichtspunkt. Der Pfad von der Straße aus ist kurz und nicht gefährlich für Kinder, die gut laufen können. Die lange Schleife sollte mit Kleinkindern vermieden werden.

Was steckt hinter der Legende der Roche du Diable?

Der Vogesensage nach saß der Teufel persönlich auf dem Gipfel dieses Rostsandsteinfelsens und empfing dort Hexen zu nächtlichen Zusammenkünften. Die Feste sollen dort stattgefunden haben, wo heute der See Retournemer liegt. Der im 19. Jahrhundert durch den Fels gegrabene Tunnel hat dem Ort seinen geheimnisvollen Ruf weiter verliehen.

Was sieht man vom Aussichtspunkt?

Vom Aussichtspunkt blickt man direkt in das Haute-Vologne-Tal hinab. Der See Retournemer liegt rund 100 Meter tiefer auf 780 m Höhe. Der See Longemer erstreckt sich weiter unten im Tal auf 732 m. Die Vogesenkämme (Hohneck, Tanet) schließen den Horizont im Nordwesten ab.

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