Auf 778 m über Éloyes ist die Tête des Cuveaux eine bei den Einwohnern von Remiremont und Umgebung sehr beliebte Wanderung. Außergewöhnliches Panorama über das Moseltal und die Vogesengipfel.

Die klassische Route

Start am Parkplatz von Éloyes, gleichmäßiger Aufstieg über einen gut markierten Waldweg. Ankunft auf einem offenen Plateau mit Orientierungstafel und mehreren Aussichtspunkten.

  • Strecke: 9 km hin und zurück
  • Höhenmeter: 450 m
  • Dauer: 3 bis 4 Stunden
  • Niveau: mittel

Der Kiener-Turm

Am Gipfel erweitert ein 14 Meter hoher Aussichtsturm das Panorama weiter, mit Blick auf den Hohneck bei klarem Wetter.

Geologie des Geländes

Die Tête des Cuveaux ist eine typische Vogesenkuppe der sandsteinigen und granitischen Ausläufer des Massivs. Die an der Oberfläche sichtbaren Gesteine gehören überwiegend zum kristallinen Sockel (herzynische Granite) und zum Vogesensandstein, die vor etwa 280 bis 300 Millionen Jahren im Perm entstanden. Dieser sehr alte Sockel wurde vor etwa 15 000 bis 20 000 Jahren schrittweise von Gletschern erodiert und formte die charakteristische abgerundete Topographie der südlichen Vogesen. Hier und da sind mit graugrünen Flechten bedeckte Felsaufschlüsse zu sehen, Zeugen dieser langen Geologiegeschichte.

Bemerkenswerte Flora

Der Weg durchquert mehrere Vegetationsstufen. Im Bergwald (zwischen 400 und 650 m) dominiert die Buchen-Tannen-Mischung: jahrhundertealte Buchen, Weißtannen, moosbedeckter Boden. Weiter oben überziehen Heidelbeerstauden (Vaccinium myrtillus) die offenen Heiden: im Juli und August sind die blauen Früchte reichlich vorhanden und können frei gesammelt werden. Adlerfarn (Pteridium aquilinum) bildet in sonnigen Lichtungen große Kolonien, die im Sommer 1,50 m erreichen.

Beobachtbare Tiere

Die Fauna ist präsent und diskret. Frühes Aufbrechen (vor 8 Uhr) erhöht die Chancen, zu beobachten:

  • Hirsche: bei Tagesanbruch auf den Wiesen am Waldrand. Das Brunftschreien im September-Oktober ist vom Weg aus zu hören.
  • Füchse: in der Dämmerung aktiv, oft in Kahlschlagzonen gesichtet.
  • Mäusebussarde: kreisen regelmäßig über dem Gipfelplateau.
  • Schwarzspechte: ihr lautes Trommeln hallt im April im Buchenwald wider.
  • Rehe, Wildschweine und Marder vervollständigen das Bild, sind aber weniger leicht zu sehen.

Variante ab Raon-aux-Bois

Für eine waldreichere und weniger besuchte Route kann man ab dem Weiler Raon-aux-Bois starten. Diese Variante führt über schattige Kammpfade unter Buchen und Tannen, bevor sie auf die klassische Route in der Mitte des Weges trifft. Rechnen Sie mit etwa 11 km hin und zurück bei ähnlichem Höhenunterschied. Die Atmosphäre ist wilder, die Wege schmaler, und die Wahrscheinlichkeit, andere Wanderer zu treffen, ist deutlich geringer. Ideal für Liebhaber von Einsamkeit und Unterholz.

Fotografieren von der Tête des Cuveaux

Das Gelände ist ein ausgezeichneter Fotospot. Einige praktische Tipps:

  • Bestes Licht: das Morgenlicht (7.30-9.30 Uhr) beleuchtet das Moselvelt gegenlichtgolden. Nebel in den Tälern im Herbst ergibt spektakuläre Bilder.
  • 180°-Panorama Richtung Remiremont: vom Hauptaussichtspunkt aus umfasst der Blickwinkel das Moselvelt, die Dächer von Remiremont, die Vogesenmassive bis zum Hohneck.
  • Empfohlene Ausrüstung: Weitwinkel (16-24 mm) für Panoramen, Teleobjektiv (200-400 mm) für die Fauna bei Sonnenaufgang.

Im Winter

Die Tête des Cuveaux bleibt im Winter begehbar unter guten Bedingungen:

  • Bei 10 bis 30 cm Schnee: gute Wanderschuhe mit Steigeisensohlen oder Microspikes reichen in der Regel aus.
  • Bei mehr Schnee oder Hartschnee: leichte Schneeschuhe empfohlen (Verleih in La Bresse oder Remiremont möglich).
  • Der verschneite Wald bietet einen prächtigen Rahmen, Tierspuren sind im Frischschnee gut sichtbar.

Verpflegung nach der Wanderung

Mehrere Optionen in der Nähe:

  • Gasthöfe und Restaurants in Éloyes: traditionelle Vogesenküche, zugängliche Mittagsmenüs. Weniger als 5 Minuten mit dem Auto vom Parkplatz.
  • Remiremont (15 Min.): größere Auswahl, Bäckereien, Brasserien, Restaurants. Die berühmte Rue Charles de Gaulle mit ihren Arkaden besichtigen.
  • Rückkehr nach La Bresse (30 Min. Fahrt): zahlreiche Restaurantoptionen im Dorf.

Gut zu wissen

  • Schattiger Pfad, angenehm auch bei Hitze
  • Picknick am Gipfel, Holztische
  • Alternativer Start ab Raon-aux-Bois für eine andere, waldreichere Route

Kombinierbar mit

  • Besuch von Remiremont am späten Nachmittag
  • Mittagessen in einem lokalen Gasthaus
  • Rückkehr nach La Bresse in 30 Autominuten

Eine hervorragende Idee, um La Bresse zu verlassen und die Ausläufer der Vogesen zu entdecken.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Wanderung familientauglich?

Ja ab 6-7 Jahren. Der Weg steigt gleichmäßig ohne technische Passage. Rechnen Sie mit 3 bis 4 Stunden hin und zurück inklusive Pausen.

Wie erreicht man den Ausgangspunkt?

Der Parkplatz in Éloyes liegt 30 Autominuten von La Bresse über Remiremont entfernt. Der Weg ist ab den ersten Kehren oberhalb des Dorfes ausgeschildert.

Gibt es eine Schutzhütte am Gipfel?

Keine echte Hütte, aber Holztische, eine Orientierungstafel und der Kiener-Turm bieten etwas Windschutz. Kein Wasser unterwegs: genug mitbringen.

Ist der Gipfelturm geöffnet?

Ja, der Kiener-Turm ist das ganze Jahr frei zugänglich, wetterabhängig. 14 Meter hoch, erweitert er das Panorama in Richtung Hohneck.

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