Auf den Höhen von Fresse-sur-Moselle, etwa zwanzig Autominuten von La Bresse entfernt, erzählt das Musée de la Dennerie von den Holzhandwerksberufen und dem bäuerlichen Leben von einst in den Vogesen. Ein traditionelles Sägewerk, eine Dampfmaschine, Werkzeuge von Holzschuhmachern und für die Herstellung von Essis bilden eine Sammlung, die seit 2000 von zwei Liebhabern des lokalen Erbes zusammengetragen wurde. Diese kleine, ehrenamtlich geführte Anlage besucht man am besten nach Vereinbarung: Hier erfahren Sie, was Sie vorab wissen sollten.

Ein Museum aus der Leidenschaft zweier Vogesen-Bewohner

Das Musée de la Dennerie wurde im Jahr 2000 von Alain Chevrier und Jean-Luc Nurdin gegründet, zwei Bewohnern von Fresse-sur-Moselle, denen die Erinnerung an das bäuerliche Leben in den Vogesen am Herzen liegt. Ihr Ziel: die Werkzeuge, Maschinen und das Fachwissen zu sammeln und weiterzugeben, die die Holz- und Feldarbeit im Mittelgebirge geprägt haben, bevor sie nach und nach verschwanden.

Die Sammlung wuchs im Laufe der Jahre, dank Spenden von Anwohnern und der Restaurierungsarbeit der beiden Gründer. Die Führungen übernimmt Alain, der seine Kindheitserinnerungen teilt und erklärt, wie die Maschinen funktionieren: mehr ein persönlicher Rundgang als eine klassische Museumsführung mit Schautafeln und Vitrinen.

Jean-Luc Nurdin ist zudem lokal als Scherenschleifer bekannt: Er hält dieses fahrende Handwerk in Holz und Metall bei Vorführungen in der Umgebung lebendig, ganz im Sinne des Museums, das er mitbegründet hat.

Was Sie vor Ort entdecken

Die Anlage zeigt ein traditionelles Sägewerk mit einer funktionierenden Dampfmaschine, die von den beiden Gründern restauriert wurde. Rund um dieses Herzstück finden Sie eine Tretdrehbank sowie mehrere Reihen alter Werkzeuge rund um das Holzhandwerk der Region:

  • Werkzeuge von Holzschuhmachern, für die Herstellung der Holzschuhe, die die Vogesenbauern trugen
  • Werkzeuge für die Herstellung von Essis, gespaltenen Holzschindeln, die in den Vogesen auf Dächern und Fassaden verwendet wurden, bevor sich Schiefer und Blech durchsetzten
  • weitere Werkzeuge rund um die Land- und Forstarbeit im Mittelgebirge

Zusammen vermitteln sie ein anschauliches Bild des Vogesen-Holzhandwerks, wie es vor der Mechanisierung betrieben wurde: ein Erbe, das nur wenige Orte in der Region noch in Betrieb zeigen. Für einen weiteren Ausflug bei Regen in das lokale Erbe bieten die Hautes-Mynes du Thillot einen anderen Einblick in die Geschichte der Handarbeit in den Vogesen, diesmal unter Tage in ehemaligen Kupferminen.

Öffnungszeiten, Preise und Anmeldung

Das Musée de la Dennerie funktioniert nicht wie eine klassische touristische Anlage mit ganzjährig festen Öffnungszeiten. Besuche werden zu bestimmten Terminen organisiert, etwa an manchen Mittwochvormittagen im Sommer oder bei lokalen Veranstaltungen wie dem Festival der Colline Enchantée Mitte August, das Museumsbesuche in sein Programm aufnimmt.

Der Eintrittspreis liegt bei 3 Euro pro Erwachsenem, mit freiem Eintritt für Kinder unter 10 Jahren. Das Museum eignet sich für alle Altersgruppen, ohne besondere Einschränkung.

Da die Anlage keine offizielle Seite mit einem festen Kalender hat, rufen Sie am besten direkt unter 06 30 43 13 53 an, um die nächsten Termine zu erfahren oder einen Besuchstermin zu vereinbaren. Diese handwerkliche Arbeitsweise macht auch den Charme des Ortes aus: ein Besuch, der sich ein wenig verdienen lässt, abseits der ausgeschilderten touristischen Pfade.

Anreise und Kombinationsmöglichkeiten

Fresse-sur-Moselle ist eine Mittelgebirgsgemeinde mit rund 1.780 Einwohnern, auf einer Höhe zwischen 494 und 1.190 Metern, in Nachbarschaft zu Le Thillot. Von La Bresse aus rechnen Sie mit etwa 20 Autominuten über Vecoux, Rupt-sur-Moselle und dann Ramonchamp, bevor es hinauf zum Weiler la Dennerie geht.

Dieser Ausflug eignet sich gut für einen Tag rund um das Erbe der Hautes-Vosges statt für Aktivitäten im Freien: Kombinieren Sie ihn zum Beispiel mit den Hautes-Mynes du Thillot für zwei Besuche unter Dach am selben Tag. Für Familien sorgt die Montagne des Lamas für einen willkommenen Kontrast mit einem Spaziergang im Freien zwischen Lamas und Alpakas. Im Herbst schätzen alle, die sich für das Leben im Vogesen-Mittelgebirge interessieren, auch die Hirschbrunft, eine weitere Möglichkeit, den Rhythmus des Vogesenwalds zu erleben, diesmal bei Einbruch der Dunkelheit.

Das Musée de la Dennerie bleibt vor allem eine Sache für Liebhaber: eine Adresse, die man sich merken sollte, wenn man seinen Aufenthalt mit etwas Vorlauf plant und eine Sägewerk-Dampfmaschine in Aktion sehen möchte, statt nur eine Erklärung hinter Glas zu lesen.

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Häufige Fragen

Wo liegt das Musée de la Dennerie?

Auf den Höhen von Fresse-sur-Moselle (Vogesen), am Weiler la Dennerie, etwa 20 Autominuten von La Bresse entfernt über Vecoux, Rupt-sur-Moselle und Ramonchamp.

Was kostet der Eintritt ins Musée de la Dennerie?

Rechnen Sie mit 3 Euro pro Erwachsenem. Der Eintritt ist für Kinder unter 10 Jahren kostenlos.

Muss man für einen Besuch des Musée de la Dennerie vorher reservieren?

Ja. Die Anlage hat das ganze Jahr über keine festen Öffnungszeiten: Besuche finden zu bestimmten Terminen oder auf Anfrage statt. Rufen Sie am besten vorher unter 06 30 43 13 53 an, um die nächsten Termine zu erfahren.

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