Die Hochvogesen beherbergen eine diskrete, aber präsente Tierwelt. Mit etwas Geduld und den richtigen Plätzen begegnen Sie Gämsen auf den Kämmen, Murmeltieren in den Geröllfeldern und Hirschen am Waldrand. Hier der praktische Leitfaden für gelungene Beobachtungen rund um La Bresse.
Die Gämsen am Hohneck
Die Gämspopulation der Hochvogesen ist eine der zugänglichsten in Europa. Sie lassen sich auf den Hochweiden des Hohneck, des Kastelberg und des Rainkopf auf kurze Distanz beobachten.
- Beste Zeit: früh morgens oder am späten Nachmittag
- Ideale Jahreszeit: September bis November (Brunft), dann Winter
- Höhe: 1 200 bis 1 360 m
- Tipp: über den Frankenthal-Pfad aufsteigen, Schutthalden unter dem Kamm absuchen
Die Murmeltiere am Frankenthal
In den 1960er Jahren wieder angesiedelt, haben die Murmeltiere die Geröllfelder des Gletscherkessels Frankenthal und der Anschelles besiedelt. Im Frühling und Sommer sind ihre Pfiffe auf hunderte Meter zu hören.
- Beobachtungszeit: April bis September
- Ort: Kessel des Frankenthal, unter dem Hohneck
- Anfahrt: Pfad ab Col de la Schlucht oder Stosswihr
Hirsche und Rehe im Wald
Der Vogesenwald beherbergt eine schöne Rotwildpopulation. Die Brunft im September ist ein einzigartiges Klangerlebnis. Rehe sind diskreter, aber am Waldrand stark vertreten.
- Hirschbrunft: 10. September bis 10. Oktober
- Plätze rund um La Bresse: Staatsforst Géhant, Sektor Lispach, Hochebene von Vologne
- Schlüsselzeit: Einbruch der Nacht
- Regel: absolute Stille, keine weisse Lampe
Weitere wichtige Arten
- Auerhuhn: sehr selten, geregelte Ruhezonen, von Dezember bis Juni nicht abseits der Wege
- Eurasischer Luchs: Präsenz bestätigt, Beobachtungen aber aussergewöhnlich
- Wanderfalke: nistet in den Felsen, auf seine Rufe achten
- Feuersalamander: in feuchten Unterhölzern nach Regen
Gut zu wissen
- Bleiben Sie auf den Wegen, vor allem in den Naturschutzgebieten
- Die Auerhuhn-Ruhezonen sind im Winter und Frühling geschlossen
- Keine Drohnen im regionalen Naturpark
- Hunde an die Leine
- Im Zweifel den Schildern des Parc naturel régional des Ballons des Vosges folgen
Ihren Naturaufenthalt planen
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Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Jahreszeit, um Gämsen zu beobachten?
Der Herbst (September bis November) zur Brunftzeit und der Winter sind am besten geeignet. Die Gämsen steigen in tiefere Lagen ab und sind besser sichtbar.
Gibt es Murmeltiere in den Vogesen?
Ja, sie wurden in den 1960er Jahren am Hohneck wieder angesiedelt. Die Kolonie ist auf den Geröllfeldern der Anschelles und rund um den Frankenthal sichtbar.
Kann man rund um La Bresse Hirsche sehen?
Ja, vor allem in der Morgen- oder Abenddämmerung am Waldrand. Die Brunftzeit im September bietet die besten Beobachtungen.
Braucht man einen Führer für die Tierbeobachtung?
Nicht zwingend, aber ein Bergführer erhöht die Chancen und lehrt das Lesen von Spuren (Fährten, Losung, Fegestellen).
Welche Ausrüstung mitnehmen?
Mindestens 8x42-Fernglas, neutrale und leise Kleidung, Wanderschuhe. Ein Stativ für das Spektiv ist von Vorteil.