Seit 1994 eine Institution, hat das Internationale Festival des Fantastischen Films Gérardmer (Fantastic’Arts) dem französischen Publikum Kultwerke offenbart. Ein wichtiger Termin für Genrefans. 33. Ausgabe 2026 vom 27. Januar bis 1. Februar, Thema Bas les masques, indonesisches Kino im Fokus, Hommage an Neil Marshall, Jury unter Vorsitz von Alice Taglioni, Olga Kurylenko als Ehrengast. Offizielles Programm auf festival-gerardmer.com.
Konzept
Eine Woche voller Vorführungen, Gespräche mit Regisseuren, Masterclasses, Previews. Mehrere Säle: Casino, Espace L.A.C., in manchen Jahren Freilichtvorführungen auf dem gefrorenen See.
Die Auswahlen
- Internationaler Wettbewerb: unveröffentlichte Spielfilme
- Kurzfilmauswahl
- Thematische Retrospektiven
- Angepasste Sektion für junges Publikum
Die vergebenen Preise
Der offizielle Wettbewerb vergibt mehrere Auszeichnungen:
- Goldener Greif: Hauptpreis der Jury, an den besten Spielfilm des internationalen Wettbewerbs vergeben.
- Silberner Greif: Sonderpreis der Jury.
- Bronzener Greif: Publikumspreis, von akkreditierten Festivalbesuchern und Passinhaber gewählt.
- Kritikpreis: von den anwesenden akkreditierten Journalisten vergeben.
- Kurzfilmpreis: für das beste Kurzwerk im Wettbewerb.
Diese Preise haben echten Einfluss im Genrefilmumfeld: den Goldenen Greif in Gérardmer zu gewinnen fördert die Karriere eines Regisseurs und sichert oft einen französischen Kinostart.
Kultfilme, die in Gérardmer entdeckt wurden
Seit 1994 war Gérardmer der erste französische Leinwand von Dutzenden Werken, die zum Referenz des Genres wurden:
- [Rec] (Jaume Balagueró, 2007): spanisches Found Footage, Festivalsensation.
- Dans ma peau (Marina de Van, 2002): radikaler französischer Body Horror.
- Martyrs (Pascal Laugier, 2008): Schockfilm des New French Extremity.
- The Descent (Neil Marshall, 2005): britischer Survival Horror, laut vielen Kritikern der beängstigendste Film seines Jahres.
- Let the Right One In (Tomas Alfredson, 2008): schwedischer Vampirfilm, Goldener Greif, modernes Klassiker.
- The Babadook (Jennifer Kent, 2014): australischer Horrorfilm, internationale Offenbarung.
Diese Titel zeigen die Bedeutung des Festivals als Trendmesser im weltweiten Fantastischen Film.
Presse- und Berufsakkreditierungen
Das Festival bietet ein Akkreditierungssystem für Branchenprofis:
- Presseakkreditierung: für Journalisten und spezialisierte Blogger. Dossier-Einreichung auf der offiziellen Website zwischen September und November. Benötigt: Presseausweis oder Veröffentlichungsnachweis, Liste der belieferten Medien.
- Berufsakkreditierung: für Agenten, Distributoren, Produzenten, Rechtekäufer. Separates Formular, vorrangige Bearbeitung.
Tipps für erfahrene Festivalbesucher
In 5 Tagen möglichst viele Filme sehen erfordert Organisation:
- Wochenpass sofort bei seiner Öffnung kaufen (oft im Oktober), er ist schnell weg und bietet unbegrenzten Zugang zu nicht ausverkauften Vorführungen.
- Den internationalen Wettbewerb priorisieren für Filme, die man anderswo so schnell nicht sehen kann.
- 30 bis 45 Minuten vor sehr erwarteten Vorstellungen ankommen (amerikanische Previews, Filme mit persönlich anwesenden Regisseuren).
- Das Programm ab dem ersten Tag konsultieren und die 5 Tage in Blöcken planen: morgens (weniger ausgelastete Vorführungen), nachmittags (offizielle Vorstellungen), abends (Sonderabende).
- Abendrestaurants für die ganze Woche gleich bei der Ankunft reservieren: Gérardmer ist während des Festivals überfüllt, gute Tische sind ab 19 Uhr ausgebucht.
- La Bresse als Basis kombinieren (15 Min.) um abends in einem ruhigeren Rahmen zu entspannen, mit dem Vorteil von Skifahren oder Spa zwischen zwei Filmen.
Alternative Unterkünfte zu Gérardmer
Eine Unterkunft in Gérardmer während des Festivals zu finden ist eine Herausforderung: die Stadt ist ab Dezember belegt. Zu erwägende Alternativen:
- Gîtes in der Umgebung: Cornimont, Le Tholy, Xonrupt-Longemer bieten zusätzliche Kapazitäten in 10-20 Min. Entfernung.
- La Bresse (15 Min.): die beste Option hinsichtlich Preis/Leistung und Verfügbarkeit. Chalets, Apartments und Hotels sind im Januar zugänglicher.
- Épinal (45 Min.): für alle, die näher nichts finden; die Präfektur der Vogesen verfügt über ein großes Hotelangebot.
Verkleidungen beim Festival
Eine Frage kehrt jedes Jahr wieder: soll man sich für das Fantastic’ Arts verkleiden? Es gibt keine offizielle Verkleidungstradition in Gérardmer, anders als bei anderen Genre-Festivals. Kommen Sie, wie Sie sind: die Atmosphäre ist cinephil, nicht karnevalistisch.
Erfahrung
- 30 bis 45 Min. anstehen vor manchen Vorstellungen für gute Plätze
- Bars und Restaurants abends voll, Reservierung empfohlen
- Mehrere Kostümabende im Ort während der Woche
- Wochenpass ab Oktober erhältlich
In La Bresse übernachten
15 Min. von Gérardmer bietet La Bresse eine ruhige Basis abseits des Festivaltrubels, mit Chalet, privatem Spa am Abend und Skifahren direkt nach dem Film. Siehe unsere Chalets.
Nicht verpassen
- Abschlussabend und Preisverleihung
- Amerikanische Previews, präsentiert vom Regisseur
- Nacht-Marathons am Wochenende
Häufig gestellte Fragen
Wann findet das Fantastic' Arts statt?
Jährlich Ende Januar bis Anfang Februar. Die 33. Ausgabe 2026 lief vom 27. Januar bis 1. Februar unter dem Thema Bas les masques, Jury unter Vorsitz von Alice Taglioni.
Wo finde ich das offizielle Programm?
Auf festival-gerardmer.com. Akkreditierungen und Pässe öffnen Monate im Voraus.
Muss man Tickets reservieren?
Ja, viele Vorstellungen sind ausverkauft. Wochen- oder Tagespass, Online-Ticketing ab Herbst.
Wo übernachten während des Festivals?
Gérardmer ist schnell voll. La Bresse, 15 Minuten entfernt, ist eine ruhigere Alternative mit Chalets und Spa für die Abende zwischen den Filmen.